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Warum Studiengebühren doof sind. Die 1324te

Viele Menschen sehen Studiengebühren ganz pragmatisch: Studiengebühren sind zwar doof, aber man muss sich irgendwie damit arrangieren. Schließlich sind sie jetzt mittlerweile eingeführt und man muss jetzt sehen das Beste daraus zu machen. Ändern kann man ohnehin nichts, denn die anderen tun ja auch nichts dagegen. Bei genauerer Betrachtung stellt man jedoch schnell fest, dass die Gebühren mehrere gravierende Nachteile mit sich bringen.

Schon oberflächlich betrachtet, sind Studiengebühren doof. Sie belasten nicht nur die jetzigen Studierenden, sondern auch die Zukünftigen. Deswegen kann jeder von Studiengebühren betroffen sein, entweder direkt als Studi oder später als Elternteil, weil der Nachwuchs natürlich ebenfalls vor diesen Kosten stehen wird. Dabei ist zu befürchten, dass die Obergrenze zukünftig aufgehoben wird und so die Kosten für ein Studium weiter in die Höhe schnellen werden.

Manche Leute werden durch die Studiengebühren sogar ganz abgeschreckt. Gerade sozial schlechter gestellte Familien können es sich nicht unbedingt leisten, ein Studium zu finanzieren. Und selbst wenn es theoretisch möglich wäre, gibt es immer noch das Argument "erst mal Geld zu verdienen, statt (noch mehr) Schulden zu machen". Deswegen hilft auch der Bildungskredit nicht, die Kosten für ein Studium sozial gerecht zu gestalten. Außedem werden Leute, die diesen oder andere Kredite in Anspruch nehmen müssen, dazu gezwungen, noch mehr zu bezahlen, als es ohnehin schon kostet, da diese Kredite selbstverständlich marktgerecht verzinst werden. Einem sozialen Aufstieg wird damit eine weiter Hürde hinzugefügt.

Darüber hinaus sind Studiengebühren doof, weil damit die Nachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften in Zukunft noch schlechter bedient werden kann als bisher. Denn natürlich bedeuten weniger Studierende weniger Absolventen. Dazu kommt, dass in einem Studium vor allem das Erlernen von rationalen Vorgehensweisen, eigenständigem Handeln und breitem Wissen wichtig ist. Dies kann man jedoch nicht beliebig schnell vermitteln. Durch die hohen Kosten eines Studiums versuchen die Studierenden jedoch, möglichst schnell das benötigte Wissen für Klausuren reproduzieren zu können, anstatt sich um Verständnis und Weiterentwicklung zu bemühen. Darunter leidet natürlich die Qualität der Ausbildung und reduziert die mögliche Effizienz im späteren Arbeitsleben. Dies ist katastrophal für die Wirtschaft, da nur hohe Qualität den Erfolg im Wettbewerb ermöglicht. Außerdem wird mit Studiengebühren das bisherige Erfolgsmodell der Universität aufgegeben. Bisher genossen die Abschlüsse aus der Bundesrepublik, gerade in naturwissenschaftlichen Fächern, weltweit einen hervorragenden Ruf. Mit dem Abstieg auf gewöhnliche Bachelor- und Masterstudiengänge geht dieser Vorteil ebenfalls verloren.

Aus diesen Gründen setzt sich die alternative liste gegen Studiengebühren ein - gegen die Uni, gegen das Land und nötigenfalls auch vor Gericht.

Listentreffen

Die alternative liste trifft sich momentan dienstags um 18.00 Uhr im AStA-Flur, um danach in eine passende Räumlichkeit zu wechseln.

Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

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