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Vollversammlung für HZO 10 zu groß - AudiMax besetzt
Die Vollversammlung war ein durchschlagender Erfolg. Die Mobilisierung war zwar sehr kurzfristig, aber sie war so gut, dass am Ende mehrere tausend Menschen in das HZO 10 drängten, mehr als doppelt so viele, wie der Hörsaal fassen kann. Da der größte normale Raum der Uni also nicht ausreichte, wurde das AudiMax ins Auge gefasst.
Das die Hochschulleitung zunächst nicht gewillt war, die VV dort stattfinden zu lassen, konnte die Studierenden nicht aufhalten. Schnell erhob sich aus den reihen der versammelten Studis der Ruf nach einer Stürmung, eine Viertelstunde später strömten sie in den Saal. Selbst das AudiMax bot für die nun versammelten Studis nicht genug Sitzplätze, mit Bühnen und Treppennutzung konnten aber nun alle Interessierten an der VV teilnehmen. "Das ist die größte VV, die ich je gesehen habe" erklärt Dominik Ruppental, langjähriger Hochschul-Aktivist.
Die Stimmung auf der VV war durch diesen ersten Erfolg bereits sehr gut. Zunächst wurden einige Solidaritätserklärungen und Grußworte von anderen Hochschulen, der DGB-Jugend und einer Bochumer Schülerin vorgetragen, die durchweg nicht nur die Forderungen des Bildungsstreiks sondern explizit auch die Besetzung befürworteten. Anschließend wurde ein Forderungskatalog aufgestellt, der sich an Bundes- und Landesregierung richtet, aber auch an die Unileitung der RUB. (Der Katalog ist hier.) Zuletzt durfte die Prorektorin für Leere, Frau Prof. Dr. Uta Wilkens, noch ein Wort an die Studierenden richten. Sie nutze diese Gelegenheit, um sich bei den Anwesenden gründlich unbeliebt zu machen: sie versuchte zunächst, explizit verantwortliche Ansprechpartner genannt zu bekommen und stellte die Möglichkeit in den Raum, den Anwesenden die Nutzung des AudiMaxes sofort zu untersagen. Beides führte zu lautstarken Ablehnungsbekundungen. Schließlich wurde eine Duldung bis Freitag, 18:00 erklärt.
Im Anschluss an die Vollversammlung gab es eine Spontandemonstration über die Unistraße, bei der zunächst Sympathisanten von der FH abgeholt wurden um dann eine kurze Blockade zu verursachen - auf der A43 entwickelte sich ein kilometerlanger Stau. Die Polizei war auf der Kundgebung offenbar hauptsächlich zu Besichtigungszwecken anwesend, mehr als ein Streifenwagen war lange Zeit nicht zu sehen. Als die Bereitschaftspolizei bereit war, waren die Demonstrierenden gerade wieder zur Uni zurückgekehrt um den Abend im AudiMax zu genießen.
Es haben sich bereits Arbeitsgruppen gebildet, um 22:15 wird gemeinsam eine Sendung zur Hochschulpolitik angesehen und danach ist ein Konzert anschließender Party geplant.





