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Die al stellt sich vor

Es gibt Zeiten, in denen Berge von Zetteln auf Cafeten- und Mensatischen, in Hörsälen und Seminarräumen durchaus ihren Sinn haben. Zum Beispiel wenn das Studierendenparlament gewählt wird.

Leider beginnt damit auch wieder das alljährliche Flyer- und Plakatewirrwarr. In dieser Woche werdet ihr auch von uns viele inhaltliche Flugblätter und Plakate zu sehen bekommen. Wer wir sind und wofür wir stehen, werdet ihr in den nächsten Zeilen und natürlich auch auf unseren Flugblättern und Plakaten zu sehen und lesen bekommen.

Die alternative liste der Ruhr-Universität Bochum ist ein Zusammenschluss von Studierenden, denen die Verhältnisse an und außerhalb der Uni nicht egal sind. Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass die Organisationsmängel der Uni bis zum Rektorat und wenn nötig noch darüber hinaus transportiert werden. Seit unserer Gründung 1998 treten wir daher zu den Wahlen des Studierendenparlaments an. Noch nie hatten wir eine so hohe Anzahl von KandidatInnen in unserer achtjährigen Geschichte.

Was heißt alternativ?

Unser Ziel ist es bis heute, durch die Beteiligung in Fachschafts- und Fakultätsräten, fakultätsübergreifenden Gremien und im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), auf die Kritik der einzelnen Studierenden aufmerksam zu werden und sie mit konsequenter und konstruktiver Interessenvertretung in die inner- und außeruniversitäre Öffentlichkeit zu tragen, um zur Not mit Hilfe des öffentlichen Drucks die Verhältnisse zu ändern. Allerdings können und wollen wir nicht Interessen vertreten, die unseren Grundüberzeugungen widersprechen. Wir setzen uns gegen Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Militarismus, Chauvinismus, Diskriminierung, fundamentale Religiösität und elitäres Denken ein. Leute, die solcherlei Gedankengut hegen, haben in unseren Reihen keinen Platz. Hingegen ist die große Mehrzahl der Studierenden aller Fachrichtungen willkommen, die sich aktiv für bessere Studienbedingungen, gleichberechtigten Studienzugang und Studiengebührenfreiheit einsetzen.

Wer macht mit?

Über 125 Studierende aller Fachrichtungen und Fachsemester kandidieren für uns in diesem Jahr. Jede und jeder dieser KandidatInnen bringt so viel Zeit für die Listenarbeit auf, wie es das Studium erlaubt. Dabei gibt es einige, die ihr Studium für eine kurze Zeit nahezu brach liegen lassen um sich dauerhaft in die studentischen Strukturen einzuarbeiten. Wie jedes Jahr bilden solche Studierende auch diesmal den harten Kern der Liste. Dieser harte Kern ist basisdemokratisch organisiert. Entscheidungen werden im Konsens getroffen. In den wöchentlichen Listentreffen sind die anwesenden Aktiven die listenmeinungsgebende Komponente. Besprochen werden die aktuelle AStA- und Studierendenparlamentsarbeit, mögliche Aktionen auf und außerhalb des Campus, oder die Reflektion und Zukunft der Listenarbeit. Sollte jemand arge Probleme mit einem Beschluss des Listentreffens haben, kann ein Veto über unsere E-Mailliste oder auf dem folgenden Treffen bekannt gegeben werden, so dass eine erneute Diskussion stattfinden muss.

Wie finanzieren wir uns?

Selten gibt es Diskussionen um die Finanzierung der Listenarbeit. Wenn Flugblätter gedruckt, Plakate gestaltet, Materialien für Transparente besorgt oder Räume für Veranstaltungen angemietet werden müssen, versuchen wir alles was machbar ist selbst in die Hand zu nehmen und den Rest der Kosten auf alle Schultern zu verteilen. Die alternative liste finanziert sich aus den Privatspenden aller KandidatInnen.

Wie unterscheiden wir uns?

Wir haben keine hierarchischen Vorstandsstrukturen, wir haben keine Parteibücher, die der Karriere dienen, wir haben kein Parteiprogramm, denn unsere Inhalte werden durch die Aktiven bestimmt. Im vergangenen Jahr haben wir den Schwerpunkt unserer Arbeit ganz klar auf einen AStA gelegt, der sich wieder aktiv und effektiv für die Belange und Interessen der Studierenden hier an der Uni einsetzt. Dafür hat die al 9 ReferentInnen im noch amtierenden AStA gestellt. Aber auch über den AStA und die Uni hinaus haben sich die Aktiven der al in unterschiedlichen Initiativen engagiert, wie z.B. der Freien Uni Bochum, dem Protestkomitee gegen Studiengebühren und dem Sozialen Zentrum Bochum.

Gegen Gebühren

Trotz der vielen Proteste im letzten Jahr gegen die Einführung von allgemeinen Studiengebühren gibt es diese nun leider auch an der Ruhr-Universität Bochum. Die al steht nach wie vor für ein gebührenfreies Studium und wird sich auch weiterhin dafür einsetzen. Momentan ist in Zusammenarbeit mit dem neugegründeten Verein „Bochumer Bildungschancen e.V.“ ein Gebührenboykott geplant, der die Studiengebühren wieder abschaffen könnte. So ein Projekt ist auf die Unterstützung vieler freiwilliger HelferInnen angewiesen, die unter anderem von der al kommen.

So erreicht ihr uns

Wenn ihr unsere Zeitung und unsere Flugblätter lest oder uns online unter www.al-bochum.de besucht, werdet ihr mehr erfahren. Während der Wahlwoche sind wir auch mit Info-Tischen in den Gebäuden auf der Cafetenebene präsent. Wir sind jederzeit für euch ansprechbar. Wenn ihr bei uns mitmachen wollt, seid ihr herzlich willkommen auf unseren Treffen, die jeden Donnerstag um 18 Uhr in GB 02/60 stattfinden.

Listentreffen

Die alternative liste trifft sich momentan dienstags um 18.00 Uhr im AStA-Flur, um danach in eine passende Räumlichkeit zu wechseln.

Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

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