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Infodienst 01

Macht euch die Uni, wie sie euch gefällt

Macht euch die Uni, wie sie euch gefällt

Vollgestopfte Stundenpläne, stressiger Nebenjob, Dauerbeprüfung, Studien- gebühren, Anwesenheitspflicht und der alltägliche Kampf mit VSPL. Jeder Studi hat mit kleinen oder großen Problemen an der Uni zu kämpfen.

Ändern kann man aber an ebendiesen nicht viel. Wir finden: Das ist falsch! Denn auch wenn vieles (noch) nichts mit Mitbestimmung der Studierenden zu tun hat, so kann mensch doch schon jetzt etwas verändern.

Im vergangenen Jahr haben wir im AStA einiges getan, um die Studienbedingungen für alle zu verbessern. Oft sind wir noch nicht so weit gekommen, wie wir uns vorgenommen hatten: Zwar konnten auf der Senatssitzung im April diverse Befreiungsmöglichkeiten durch- gesetzt werden, wie z.B. die Ermäßigung für Geschwisterkinder oder die Befreiung für Schwangere. Allerdings zeigten weder das Rektorat noch die Professor_innen Kompromissbereitschaft, als es um die vollständige Abschaffung der Studiengebühren ging. Die Argumente sind dabei selten komplett falsch. Ja, die Unis bekommen zu wenig Geld vom Land und sind deshalb froh über den Studiengebührenregen. Dass die Bundesrepublik weit unter der empfohlenen finanziellen Förderung der Bildung und insbesondere der Hochschulen zurückliegt, wird einfach ignoriert. Dass viele Studis sich die Gebühren in ihren Nebenjobs erarbeiten müssen, will niemand hören. Förderlich für das Studium kann es da nicht sein, die Studienzeit zu verkürzen und strengere Regeln für den Abschluss zu etablieren oder gar die stressige Situation der Studierenden als wertvolle Erfahrung anzusehen. Unser Ziel ist es, das Studium studierbarer zu machen und den großen und kleinen Problemen an der RUB entgegenzutreten. Die bisherigen Entwicklungen sind keine Naturgesetze und man muss nicht erst Kultusminister_in sein, um etwas zu ändern. Auch auf lokaler Ebene lässt sich viel bewegen.

Wählen gehen! Vom 18.– 22.1. könnt Ihr Eure Stimme für das neue Studierendenparlament abgeben. Ein Kreuz bei der alternativen liste garantiert, dass im AStA studentische Alternativen für die Uni aufgezeigt und realisiert werden.

Ansprechpartner_innen für alles

Ihr braucht Infos zu Bafög? Ihr wollt Euch zu Themen wie Stipendien und Studiengebühren informieren? Vielleicht braucht ihr aber auch einen aktuellen VRR-Fahrplan, einen der beliebten Bo-Timer oder das neuste Hochschulsportprogramm? Kein Problem! All dies sowie ein umfangreiches Angebot an weiteren Infobroschüren bekommt ihr natürlich für lau im AStA-Referat für Service, Soziales und Sport. Falls ihr mal nicht genau wisst, wo ihr mit Eurem Problem oder Anliegen hin müsst, seid ihr zu den Öffnungszeiten unserer Referent_innen genau richtig!

Wir informieren Euch über bürokratische Abläufe an der Uni und wissen, an welche Ansprechpartner_in ihr Euch im konkreten Fall wenden müsst. Gerne könnt ihr uns auch aufsuchen, wenn ihr bei einer Tasse Kaffee eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen wollt. Seid ihr auf Job- oder Wohnungssuche? An der Pinnwand im AStA-Flur hängen immer die aktuellsten Job- und Wohnungsangebote für Bochum und Umgebung. Alternativ könnt ihr aber auch unsere Onlinebörsen durchstöbern! Hierzu zählt jetzt auch eine Buchbörse, in der ihr Bücher billig kaufen oder schnell loswerden könnt. Wünscht ihr Tipps für Eure Freizeitgestaltung?

Für einen schnellen Überblick findet ihr regelmäßig Aushänge mit dem monatlichen Programm für Kulturcafe-Veranstaltungen sowohl im AStA-Flur als auch am Fenster des Servicereferats. In Zusammenarbeit mit dem Ökologiereferat wollen wir zudem daran arbeiten, eine online-Mitfahrbörse für die Autofahrer_innen an der RUB zu erstellen.

Zukünftig sollen in Zusammenarbeit mit dem Öffentlichkeitsreferat die AStA-Reader (z.B. Ersti- und Servicereader) auf der AStA-Homepage zu finden sein, damit ihr alle benötigten Informationen auch bequem online beziehen könnt. Wir sind täglich für Euch da, um Euch unser Beratungs-und Informationsangebot stets zur Verfügung zu stellen. Anregungen, Ideenvorschläge und Kritik Eurerseits zur weiteren Verbesserung und Erweiterung unserer Servicearbeit sind bei uns jederzeit willkommen!

Gebühren abschaffen!

Drei Jahre allgemein Studiengebühren - drei Jahre, in denen sich die Lehre verbessert hat? Von wegen!

Klar, einige Bibliotheken haben ihre Ausstattung verbessert und ein Heer von zusätzlichen Lehrkräften, meistens Tutor_innen, wurde eingestellt. Doch auch die ersten gebührenfinanzierten Professuren haben sich eingeschlichen. Diese Maßnahmen sind keine Verbesserungen. Die meisten Gelder werden eingesetzt, um den Standard zu halten. Beispiel: Eine Professorin emeritiert, ihre Vorlesungen vermitteln wichtige Kenntnisse und dürfen nicht wegfallen. Also schlägt das Dekanat vor, eine "neue" Professur aus Studiengebühren einzurichten, die dasselbe machen soll wie die alte. Die Studierenden im Fakultätsrat werden vor die Wahl gestellt, entweder einen wichtigen Lehrstuhl wegzukürzen oder einer Finanzierung aus Studiengebühren zuzustimmen - der, weil er ja nach der Emeritierung neu gegründet werden musste, jetzt eine "Verbesserung der Lehre" darstellt. Toller Trick, was? Und schon hat die Ruhr-Uni eine_n Dozenten_in mehr, der für Studiengebühren ist, weil seine/ihre Stelle davon abhängt. Ein solches Verfahren verbessert nichts und hat auch nichts mit studentischer Mitbestimmung zu tun. Aber: Es gibt immer eine Alternative! Studiengebühren sind und bleiben ein Mittel zur sozialen Selektion, sie treffen Menschen, die bereits für ihr Studium hart arbeiten müssen und nebenher kaum Geld verdienen können, und sie zementieren eine Hochschule, zu der viele keinen Zutritt haben! Wir fordern die Regierung auf, ihrer finanziellen Pflicht nachzukommen, statt das Bildungswesen durch systematische Kürzungen immer weiter in die Privatisierung zu treiben.

Listentreffen

Die alternative liste trifft sich momentan dienstags um 18.00 Uhr im AStA-Flur, um danach in eine passende Räumlichkeit zu wechseln.

Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

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