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Wir sind bereit
Wie jedes Jahr finden Ende Januar die Wahlen zum Studierendenparlament an der Ruhr-Uni statt. Mit eurer Stimmabgabe bei den Wahlen nehmt ihr direkten Einfluss auf die Zusammensetzung bzw. die Mehrheitsverhältnisse in diesem Parlament, das nachher den Allgemeinen Studierendenausschuss, kurz AStA, wählt.
Zunächst als kleine Liste 1999 erstmals zur Wahl angetreten, sind wir seit neun Jahren eine aktive hochschulpolitische Liste an der Ruhr-Uni. Mehrfach in den vergangenen Jahren war die al am AStA beteiligt, darüber hinaus haben wir enge Kontakte zu vielen Aktiven in Fachschaften und unabhängigen Initiativen, an der Uni sowie in der Stadt.
Bildung ist keine Ware.
Wir wollen nicht, dass die Universität sich darauf beschränkt, möglichst verwertbaren Output zu produzieren. Uns ist es wichtig, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, sich entsprechend ihrer eigenen Interessen zu bilden und zu engagieren. Selbstbestimmt zu studieren wird jedoch immer schwieriger. Studiengebühren erschweren den Zugang zu den Unis für sozial Schwache. Von Land und Profs eingesetzte Hochschulräte erlauben den Eingriff der Wirtschaft in die Universität zwecks „Gewinnmaximierung“. Bildung muss ein Grundrecht für alle sein, dafür werden wir weiterhin streiten!
Für einen aktiven AStA!
Der amtierende AStA der Koalition aus Jugendorganisationen von SPD, CDU und FDP hat auf allen Ebenen versagt. Die hochschulpolitische Arbeit kam geradezu zum Erliegen. Lediglich das Bestreben des Rektors, „Elite-Uni“ zu werden wurde werbewirksam unterstützt. Die meisten anderen Aktivitäten waren Nullnummern und ein Großteil der Energie wurde auf zwischenparteilichen Zwist verschwendet. Mit der Mensaparty wollten sich dann einige Beteiligte zum Schluss noch ein Denkmal setzen und haben vor allem eins erreicht: Der Haushalt ist schwer angeschlagen und bedarf dringender Sanierung. Und doch bleibt der AStA kommissarisch im Amt, obwohl die Koalition schon lange aufgekündigt ist und eine Zusammenarbeit zwischen den Listen und Referaten nicht mehr stattfindet. Für uns ist deswegen klar: Eine erfolgreiche hochschulpolitische Vertretung benötigt einen AStA, der unabhängig von parteipolitischen Zwängen und den persönlichen Ambitionen seiner ReferentInnen agieren kann.
Gleichzeitig müssen die vielen unabhängigen und ehrenamtlichen Initiativen an der Ruhr-Uni wieder stärker gefördert werden. Es kann nicht sein, dass sich engagierte Studierende wie Bittsteller vorkommen, wenn sie finanzielle Unterstützung brauchen. Wir verstehen AStA-Arbeit als Dienst für die Studierendenschaft - und das heißt eben auch, dass Fachschaften und Initiativen bei ihren Aktionen keine Steine in den Weg gelegt werden dürfen. Das gilt für kritische politische Gruppen genauso wie für die vielen Aktiven in der Campuskultur: Eine lebendige Universität lebt davon, dass sie ihren Mitgliedern Raum zur Entfaltung gewährt.
Dialog statt Monolog
Die Kluft zwischen ReferentInnen im AStA und den übrigen Studierenden ist im letzten Jahr viel zu groß geworden. Die beratende Funktion der Fachschaften muss wieder genauso ernst genommen werden wie die frühzeitige Kommunikation der eigenen Ideen, denn nur im Dialog lassen sich Entscheidungen treffen, hinter der alle stehen können. Ohne Polemik, und klar in der Sache. Ein AStA darf nicht mit dem Hinweis auf das Wahlergebnis ein Jahr jegliche Gegenstimmen abwürgen. Das ist eine Frage der politischen Kultur.
Wählen gehen!
Vom 21.-25.1. könnt ihr eure Stimme für das neue Studierendenparlament abgeben. Ein Kreuz bei der alternativen liste garantiert euch, dass im AStA wieder studentische Alternativen für die Uni aufgezeigt und realisiert werden.





