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Studiengebühren AG der RUB eine Farce

Am 4.7 trifft sich um 16 Uhr zum zweiten Mal die vom Senat eingesetzte Arbeitsgruppe, die sich dem Namen nach mit den „Möglichkeiten zur Verbesserung der Lehre und Modellen zur Erhebung von Studiengebühren“ auseinandersetzen soll. Schon vor dem ersten Treffen schien der Name deutlich zu machen, welche Intention hinter dieser Arbeitsgruppe steckt.

Zuerst wurde berechtigte Kritik an der Qualität der Lehre, den Überfüllten Seminaren und schlechte ausgestatteten Bibliotheken geübt, der die Studierenden sehr offen gegenüber standen. Im zweiten Schritt wurde dann unmissverständlich deutlich, dass es nur eine Möglichkeit gibt, die Situation - natürlich immer mit Blick auf das Wohl der Studierenden - zu verbessern. Und das seien nun mal Studiengebühren. Wie es schon der Minister ins Vorwort des Gesetztes geschrieben hat: „Alternativen? Keine!“. Wie die alternative Liste denkt? Unwissenschaftlichkeit pur!

In the beginning....

Am 21.6. traf sich die Arbeitsgruppe zum ersten Mal. Wie könnte das Ergebnis anders sein? Es gibt viel zu verbessern, u.a. zu wenig Tutorien, überfüllte Seminare, schlecht ausgestattete Bibliotheken, zu kleine Hörsäle, eben das ganze bekannte altbackene Paket. Allenfalls gröbste Stichpunkte und keinesfalls wissenschaftliche Eruierung stand hier im Vordergrund. Unglaublich schnell ging man zu Modellen der Erhebung von Studiengebühren über. Da gäbe es einige Ausnahmeregelungen im Gesetz für Ausländische Studierende, Behinderte, Fachschaftsarbeit und Olympia Kader, an die man sich wohl halten müsse, aber wenn man über diese Anforderungen hinaus gehen würde, wäre das ja unfair denen gegenüber, die dann am Ende immernoch zahlen müssten.

Die Höhe der Studiengebühren sollte doch bitte auch nicht unter 300,- Euro liegen. Besser noch 500,-, sonst würde man ja zur „Discount-Uni“ und sonst würde auch zuviel Geld durch die Verwaltung aufgefressen. Punkt abgeschlossen. Konkrete Kostenberechnung zur Verbesserung der Lehre nicht vorhanden. Ausfallfond vergessen. Note: 6. Durchgefallen!

Sozialverträglichkeit? Ein Lacher!

Achja: Sozialverträglich soll noch drunter, auch wenn man scherzt, dass das bei Studiengebühren je eh nicht geht. Und ne tolle PR Aktion für die Erstsemenster muss her, damit die Studis auch sehen, dass alles besser wird: Ein Bücherpaket vielleicht, oder sogar ein billiges Laptop für alle, mit Senf schmeckt der sicher auch ganz gut. Angesichts dieser Farce, die sich Diskussion genannt hat, sei uns unsere Polemik mal ausnahmsweise verziehen.

Wie geht es weiter?

Die nächste Sitzung findet am Dienstag, den 04.Julie statt. Da will man schonmal die Gebührensatzungen der anderen anschauen und die Empfehlung an den Senat vorbereiten. Alternativen? Keine!

Dass man sich selbst ins Bein schießt, die Mittelzuweisung vom Land auf Dauer genauso sinken werden wie die Studierendenzahlen, ausländische Studierende und finanziell Schwächer sogar ganz vom Studium ausgeschlossen werden: Keine Alternativen, schon vergessen? Von wegen!

Jeder kann was bewirken!

Wir, die alternative Liste, rufen alle Studierenden, Beschäftigte und Lehrende dazu auf, den an dieser gebührenvorbereitenden Arbeitsgruppe beteiligten ProfessorInnen und MitarbeiterInnen eine Besuch abzustatten, oder sie anzurufen, oder ihnen eine Email zu schreiben. Jede Person sollte diesen AG-Mitgliedern ihre Meinung zu ihrem unbedachten, leichtfertigen, ja geradezu fahrlässigem Vorgehen bei der Einführung von Studiengebühren sagen.

Diese Personen sind an der AG beteiligt:

Gruppe der Professorinnen und Professoren
Prof. Dr. Michael Hollmann (Fakultät für Chemie)
Prof. Dr. Rudolf Behrens (Fakultät für Philologie)
Prof. Dr. Lucian Hölscher (Fakultät für Geschichtswissenschaft)

Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Dr. Ute Lange (Fakultät für Philosophie, Pädagogik und Publizistik) Email, GA1/133, Tel:32-24982
Marita Schmeink (Fakultät für Philologie) Email, GB 5/57, Tel:32-22623
Dr. Udo Arendt (Fakultät für Physik und Astronomie) Email, NB 7/25, Tel:32-26709

Gruppe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung
Beate Hackethal (Fakultät für Biologie)
Rolf Wernhardt (Fakultät für Physik und Astronomie)
Thomas Naber (Fakultät für Chemie)
Kornelia Wallschlag-Sobotta (Universitätsbibliothek)

Gleichstellungsbeauftragte
Masha Gerding Email, FNO 02/012, Tel.:32-25541

Listentreffen

Die alternative liste trifft sich momentan dienstags um 18.00 Uhr im AStA-Flur, um danach in eine passende Räumlichkeit zu wechseln.

Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

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