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Studentische Verbindungen und die extreme Rechte

Der 8. Mai ist nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch, um den Blick auf die Brüche und Kontinuitäten in der Geschichte der StudentInnen und ihrer Vertretungen zu richten. Und auf die Aufgaben studentischer Interessenvertretung.

Relikte einer völkisch verhetzten StudentInnenschaft

Bald nach Gründung der StudentInnenvertretungen Anfang der zwanziger Jahre erreichten die Verbindungen in diesen eine dominante Stellung. Diese Vertretungen erhoben nicht den Anspruch, die Interessen aller StudentInnen vertreten zu wollen. Ausschließlich deutsche, verstanden als weiße und „arische“ Studenten galten ihnen damals als legitimer Teil der StudentInnenschaften. Ihren vorläufigen Höhepunkt fand diese Tendenz in den Bücherverbrennungen des Jahres 1933, die als Kampagne „wider den undeutschen Geist“ von den StudentInnenschaften durchgeführt wurden. Der „undeutsche Geist“, das bezeichnete liberale und linke Ideen genauso wie jüdische StudentInnen und WissenschaftlerInnen.

StudentInnenschaft und Verbindungen

Dennoch wurden die StudentInnenschaften wieder eingeführt und lösten sich Ende der sechziger Jahre aus dem Zugriff der Verbindungen. Und das trennt die Verbindungen von den StudentInnenschaften und den StudentInnen: Die studentischen Vertretungen haben mehrere Brüche in ihrer Arbeit erfahren und die StudentInnen sind ganz einfach andere. Was geblieben ist von den BücherverbrennerInnen sind die Verbindungen. Und das Wissen, dass eine verfasste StudentInnenvertretung nur dann zu Vertreten ist, wenn sie sich für alle StudentInnen einsetzt und Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und der extremen Rechten entgegentritt.

Verbindungen und die extreme Rechte

Nach wie vor jedoch sind Verbindungen für die extreme Rechte ein attraktives Handlungsfeld, in dem ihre AkteurInnen und Ideen zumindest akzeptiert werden. „Vorfälle“ mit rechtsextremem Hintergrund lassen sich für das gesamte Spektrum der Verbindungen nachweisen. In zahlreichen Verbindungen ist die extreme Rechte gar nach wie vor Hegemonial.

ReferentInnen: ak antifa des freien zusammenschlusses von studentInnenschaften

VeranstalterInnen: Linke Liste und alternative liste an der Ruhr-Universität. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Initiative 8.Mai 2005 statt.

Listentreffen

Die alternative liste trifft sich momentan dienstags um 18.00 Uhr im AStA-Flur, um danach in eine passende Räumlichkeit zu wechseln.

Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

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