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Nach 12 Jahren Hochschulpol itik haben sich die Aktiven der al dazu entschieden, dass es so (...) » mehr
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01.02.2011
al weiterhin im StuPa vertreten
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Unser AStA-Konzept 2005

Diese Woche geht es nun los. Jeden Tag von 9-16 Uhr könnt ihr in den Cafeten wählen und darüber entscheiden, wer im nächsten Jahr Eure Interessen im AStA vertritt. Wir, die alternative liste, sind jetzt schon fünf Jahre im AStA, haben einiges erreichen können und wollen uns auch in diesem Jahr wieder für einen aktiven AStA einsetzen. Einen AStA, der sich in das soziale, kulturelle und politische Leben an der Ruhr- Uni einmischt.

Hochschulpolitik

Wir sind gegen jede Form von Studiengebühren auch in Form von Studienkonten. Das vom Landtag beschlossene Gesetz ist für uns nicht tragbar und hat gezeigt, dass wir in die Parteien, ob nun SPD, CDU, FDP oder Grüne, nicht viel Hoffnung setzen können. Wir wollen im nächsten AStA weiterhin die Klagen gegen das Studiengebührengesetz unterstützen. Das im Zuge der Gebühreneinführung ausgeweitete AStA-Beratungsangebot soll auch in Zukunft betroffenen Studierenden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Studierende, die Proteste planen und durchführen, werden auch in diesem Jahr in der alternativen liste eine zuverlässige Ansprechpartnerin finden, die Aktionen gegen Studiengebühren und Sozialabbau weiterhin aktiv unterstützt. Doch Studiengebühren sind nicht alles: Die Einführung des Globalhaushalts 2006 birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Momentan sieht es eher problematisch aus: Die autonome Mittelverwaltung wird allein in den Händen des Rektorats liegen - ohne studentische Beteiligung. Wir setzen uns dafür ein, dass Studierende bei der Vergabe von Geldern mitreden können und sollen, und nicht alles im professoralen Standesdünkel gemauschelt wird. Die Ziele sollen dabei sein: erstens die übergreifende Fachschaftsarbeit zu unterstützen, zweitens die Studierenden über den Stand der Dinge und die Planungen zu informieren und - last but not least - den neoliberalen Bildungsdiskursen etwas entgegenzusetzen. Weitere wichtige hochschulpolitische Themen sind nach wie vor die Akkreditierungsverfahren und die Tutorienprogramme, für deren Erhalt wir uns einsetzen. Beim Übergang vom Bachelor zum Master ist unsere Position klar: Eine Zulassungsbeschränkung der Masterphase, wie sie in einzelnen Fächern angedacht ist, kommt für uns nicht in Frage. Konsekutiv heißt für uns: Ohne NC von der Bachelor- in die Masterphase und zwar ohne wenn und aber. Wir wollen auch weiterhin die Studierenden in den Unigremien, ob es nun auf Fakultätsebene oder Uni-Ebene ist, unterstützen. Unterstützung heißt für uns vor allem helfend bei Seite stehen, aber nicht zentralistisch den Studierenden vor Ort ins Handwerk pfuschen. Für uns ist es zudem wichtig, die studentischen Interessen auch auf Landes- und Bundesebene zu vertreten und dort aktiv mitzugestalten.

Kultur an der Uni

Nach fünf Jahren Arbeit im AStA-Kulturreferat ist klar: Die Uni ist keine kulturelle Wüste. Fachschaftsparties, das Kino im SKF, viele kleinere und größere Veranstaltungen beleben den Campus auch in den Abendstunden. Ein wichtiger Ort für studentische Kultur und politische Diskussion war und ist das KulturCafé im Studierendenhaus. Mit Konzerten, Parties, Lesungen, Kleinkunst, Video- oder Karaokeabenden stellt es eine feste Größe im Uni-Kultur-Labyrinth dar. Wir haben mit dem Kultur-Festival "SommernachtsKultur" ein studentisches kulturelles Event geschaffen. Das KulturCafé muss ein offenes Café bleiben, wo studentische Kultur ihren Platz hat; seien es Bands, Theater- oder Kleinkunstgruppen oder studentische Initiativen. Neben der 5. SommenachtsKultur wollen wir dann im Wintersemester nach den großen Erfolgen in den letzten Jahren eine vierte Auflage des studentischen Theaterfests auf die Beine stellen.

Fachschaften

Die Fachschaften sind ein wichtiger Pfeiler der studentischen Interessenvertretung. Sie sind erste Ansprechpartnerinnen, sie beleben das soziale, kulturelle und politische Leben an der Uni. Daher haben wir die Fachschaften in den letzten Jahren gestärkt: finanziell und institutionell. Diesen Kurs wollen wir beibehalten. Im letzten AStA-Haushalt haben wir zusätzlich zu den erhöhten Grundzuweisungen 23.000 Euro für Fachschaftsprojekte zur Verfügung gestellt - dies soll natürlich auch weiterhin so bleiben. Dieses Geld wird schnell und ohne Hürden an die aktiven Fachschaften ausgezahlt.

Service

Service ist ein wichtiger Bestandteil des AStA. Ganz besonders wichtig ist Service für Studierende, die Schwierigkeiten oder Benachteiligungen im Studium haben: ErstsemesterInnen, sozial schlechter gestellte Menschen oder MigrantInnen - aber auch Initiativen und Fachschaften wenden sich häufig an uns. Der Servicebereich soll weiter ausgebaut werden: qualitativ und quantitativ. Dazu gehört u.a. die Erweiterung des AStAService- Infohefts. Mit dem regelmäßig aktualisierten Stipendienreader wurde ein Überblick über mögliche Studiumsförderungen erstellt. Der kürzlich erschienene Studienkontenreader informiert über die Details der Studiengebührenregelungen. Um migrierte Studierende bei der häufig komplizierten Wohnungssuche zu unterstützen, haben wir im Oktober gemeinsam mit dem Akafö und dem Akademischen Auslandsamt eine Beratungsstelle eingerichtet. Wir wollen einen zentralen Service- und Kommunikationspunkt haben, in dem Studierende Informationen bekommen und alle wichtigen Papiere (z.B. Anträge für Bafög, Rechenzentrum, Fachschaften etc.) vorhanden sind. Das Service-Referat war die zentrale Anlaufstelle im AStA. Mit dem Büchertisch der_notstand wurde die Palette der angebotenen Produkte und die Öffnungszeiten erweitert. Zum Service gehört aber auch die Kopiersituation an der Uni. Service genießt bei der alternativen liste auch 2005 hohe Priorität, packen wir es an.

Ökologie

Wir wollen uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Universität ökologischer wird. Umweltskandale wie die PCB-Belastung wurden von uns bereits 2003 aufgedeckt, wir haben dazu objektive Informationen geliefert. Nach wie vor werden wir uns federführend an den Bemühungen für ein NRW-Semesterticket beteiligen und somit die Mobilität der Studierenden fördern. Leider wurden die Verhandlungen im letzten Jahr auf Eis gelegt, da unerwartete Kürzungen der rot-grünen Landesregierung im Ausbildungsverkehr dazu führten, dass der VRR mehr Geld von uns für das Semesterticket haben wollte. Im Zuge harter Verhandlungen konnte der VRR dazu gebracht werden, von den ursprünglich geforderten 95 runter auf 79,95 Euro zu gehen. Doch das ist nicht alles: Ab dem kommenden Semester darf das Rad und nach 19 h und am Wochenende ein Lieblingsmensch umsonst mitgenommen werden. Im Bereich der Mensa und Cafeten wollen wir weiterhin zusammen mit dem Studierendenwerk Akafö eine nachhaltige Entwicklung im Bereich Essen und Wohnen vorantreiben.

Finanzen

Als wir vor fünf Jahren erstmals in den AStA gewählt wurden, haben wir einen riesigen Schuldenberg vorgefunden. Dieser wurde seither Schicht für Schicht abgetragen - nicht ohne schmerzhafte Einschnitte. Durch rot-grüne Studiengebühren waren wir im letzten Jahr gezwungen, den Sozialbeitrag leicht anzupassen, damit die Kernaufgaben des AStA für alle Studierenden ohne Einbußen weiter laufen. Wenn die Studierendenzahlen aber auf dem hohen Niveau wie jetzt bleiben, werden wir den Beitrag im Sommersemester 2005 wieder senken - ohne wenn und aber. Wir werden uns dafür einsetzen, dass euer Geld in die Töpfe wandert, wo es gebraucht wird: Fachschaften & Initiativen stärken, Beratungsleistungen stärken und den AStA-Service weiter ausbauen.

Kommunikation

Ein AStA muss immer transparent sein, muss immer vermitteln, was gerade passiert. Daher haben wir im letzten AStA auch maßgeblich im Bereich Presse und Öffentlichkeit gearbeitet. Durch kontinuierliche Arbeit haben wir es geschafft, dass der Bochumer AStA auch in überregionalen Medien als zuverlässiger Ansprechpartner wahrgenommen wird und konnten so eure Interessen kommunizieren. Dies wollen wir auch im neuen AStA fortführen. Das Internetangebot des AStA wurde im letzten Jahr regelmäßig gepflegt, die von uns eingerichteten Wohnungs- und Mitfahrbörsen konnten vielen Studierenden helfen. Aktuelle und tief greifende Informationen zu Studienkonten und PCB konnten den Stellenwert der AStA-Seite weiter erhöhen. Diese Standards wollen wir halten und bedarfsgerecht weiterentwickeln. Auch der Kontakt mit anderen gesellschaftlichen Gruppen soll vermehrt stattfinden: Von der finanziellen Krise der öffentlichen Hand sind nicht nur Hochschulen und Studierende betroffen. Daher wollen wir mit anderen Interessenvertretungen wie Gewerkschaften oder Attac in einen konstruktiven Dialog treten.

Grund- und Freiheitsrechte

Das Tätigkeitsfeld des GruFs schließt elementare Bereiche wie Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit ein. Dazu gehört auch die Situation ausländischer Studierender an der Uni. Im Sommersemester haben wir eine Podiumsdiskussion und eine Pressekonferenz im Rahmen der Veranstaltung "Internationalisierung des Studiums - auf Kosten ausländischer Studierender"? organisiert. Außerdem haben wir uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass die SprachkursschülerInnen der AStA-Sprachkurse künftig den vollen Studierendenstatus und die damit verbundenen Vorteile zuerkannt bekommen. Im nächstem Semester möchten wir eine weitere Podiumsdiskussion organisieren, um die noch vorhandenen Probleme neu zu thematisieren und die im letzten Semester begonnene Zusammenarbeit mit den Gruppen und den anderen Unis im Ruhrgebiet fortzusetzen und zu festigen. Außerdem hat das GruF letztes Semester einen Selbstverteidigungskurs für Frauen angeboten, zu dem es nächstes Jahr einen Aufbaukurs, sowie einen weiteren Kurs für Anfängerinnen geben soll.

Initiativen und Projekte

Wir haben im letzten Jahr viel Geld für Initiativen und Projekte bereitgestellt. So erhielten Projekte und Initiativen wie radio c.t., SKF, Videofestival oder die rote-ruhr-uni über 30.000,- Euro, für weitere Veranstaltungen und Inis standen noch mal weit über 20.000,- EUR zur Verfügung. Wir wollen auch im nächsten Jahr verstärkt Initiativen und Projekte fördern und die Mittel aufstocken. Bei uns wird weder der SKF noch die rote-ruhr-uni dran glauben müssen - wenn sich Studierende in kulturellen, sozialen oder politischen Projekten engagieren, dann ist deren Förderung Aufgabe des AStA.

Frieden/Internationales

Die alternative liste fühlt sich auch und gerade in Zeiten des "Kampfs gegen den Terror" verpflichtet, für Frieden und Antimilitarismus einzutreten. Die in den letzten Jahren begonnene Arbeit im Referat für Frieden und Antimilitarismus wollen wir auch in Zukunft fortsetzen. Neben Informations- und Diskussionsveranstaltungen möchten wir uns weiterhin mit Demonstrationen und Aktionen dafür einsetzen, dass das ausgedrückt werden kann, was viele Menschen denken und viele am eigenen Leibe erfahren müssen: Kriege sind menschenverachtend und gehören abgeschafft.

AStA allgemein

Der Großteil der Arbeit im AStA wird von den ReferentInnen gemacht - sie bieten Kontinuität und Verlässlichkeit. Dies bedeutet aber auch, dass diese Studis für ein Jahr ihr Studium und ihre Jobs zurückstellen. Dieses Engagement soll sie nicht benachteiligen, deshalb finden wir es richtig, dass sie dafür finanziell abgesichert werden - sonst gäbe es nur einen AStA der Besserverdienenden. Wir wollen im AStA in den Bereichen Kultur, Ökologie, Hochschulpolitik, Service und Kommunikation, Grund- und Freiheitsrechte, Kritische Wissenschaften sowie Frieden/Internationales Schwerpunkte setzen.

Listentreffen

Die alternative liste trifft sich momentan dienstags um 18.00 Uhr im AStA-Flur, um danach in eine passende Räumlichkeit zu wechseln.

Wir freuen uns, wenn ihr vorbei kommt!

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